Montag, 6. Juni 2011

Dienstag, 31. Mai 2011

Zurück aus Swakopmund

Zurück aus den Dünen, zurück von der großen Wassermasse, zurück aus afrikanischen Küchen und Wohnzimmern :) Zurück mit Holy Bible ;) Zurück mit swakopmunder Slang!

Man – was ein perfektes, schönes Wochenende!

Am Freitagmittag sind Saima (die Rezeptionistin der KAS) und ich mit dem Shuttle-Bus nach Swakopmund im Westen des Landes gefahren und haben dort bei einer Freundin von ihre übernachtet und mit ihr Geburtstag gefeiert. Nach gut 4 Stunden im Toyota Bus (an Mama und Papa: so ein ähnliches Teil mit dem wir damals in der F-Jugend von der Autobahn und in den Graben gefahren sind, an die anderen Leser: Weder Mama, noch Papa sind damals gefahren ;)) kamen wir in Swakop an. Auf dem Weg durch die Weiten Namibias, am Horizont ging die Sonne in Super-Zeitlupe unter.
In Swakop wurden wir dann im KFC von Febe und ihrem Freund Tschike abgeholt. Wie immer war das erste Thema meine landes-unübliche Essgewohnheit und wie ich denn SO überlebe ;) Nachdem Febe uns den Kühlschrank gezeigt hat, waren wir jedoch absolut integriert ;) „Fühlt euch wie zu Hause“. Genial!

Am Samstag morgen ging es dann mit Tommy und seinem Team und einer richtig großen Reisegruppe (4 Autos) in die Dünen der Namib! Zuerst Richtung Wüste, dort dann eine Pause, um den Druck aus den Reifen zu lassen...
Zwar saß ich im coolsten „Auto“ - eine Art Monster-Landrover, gebaut Ende der 70er (300 Stück) und im ersten Irakkrieg als „Krankenwagen“ (haha...ich lad noch ein Foto hoch) benutzt – jedoch hatte ich die wahrscheinlich bekloppteste Gruppe: 8, 9 „lustige“, dumme Lieder (Schlager) singende Deutsche. Das war leider leider richtig bescheuert, da damit das ganze Wüsten-Feeling kaputt geht (Frage (hähmisch grinsend): „Und du reist allein?“, „Nö, ich mach ein Praktikum, bin 3 Monate im Land und mach einen Wochenendausflug“ Reaktion: Neidische Blicke -> hihi).

Insgesamt war die ganze Tour jedoch gut! Wüste ist echt ein einmaliges Erlebnis. Und es ist ein Wunder, dass dort noch so viele Tiere leben und wie sie das machen. Das ganze werd ich jedoch lieber durch Bilder illustrieren. (Die ganze Tour war so aufgebaut, dass „der Tourist“ für das Leben der Wüste sensibilisiert wird). Beispielsweise hat Tommy uns ständig hoch-giftige Schlangen direkt vors Gesicht gehalten. Der hatte echt die Ruhe und den richtigen Humor weg. Die Finnin, die noch mit dabei war, hatte sich beispielsweise die Schuhe ausgezogen. Tommy sieht das und beim nächsten Stop benutzt er seine Schlangen-Kralle (einem ähnlich Golfschläger nicht ganz unähnliches Gerät, um die Schlangen vor besagte Augen zu halten) als Schlange und fährt ihr am nackten Unterschenkel entlang. Ich glaub sie hat den finnischen Weitsprung-Rekord um Längen gebrochen ;)
Spaßig auch, mit diesem Monster-Auto die steilen Dünen hoch und runter zu fahren. Achterbahn in Zeitlupe. Leider haben diese lustigen Deutschen jedoch auch gebrüllt wie in der Achterbahn – trotz Zeitlupe. Hab das nachher Saima erzählt und sie hat sich kaputtgelacht, wie ich über „your people“/“dein Volk“ rede.

Nach der Tour wollten wir dann zum Aquarium. Das ist jedoch bis Anfang 2012 wegen Umbau geschlossen (3 mal raten, welche Nationalität man zuerst auf der Baustelle sieht ;)). Also: Keine Haie :/
Sind dann am Strand entlang zur Jetti. Das ist eine ziemlich lange Landungszunge (?), also ein ca 400m langer Steg. So nah war ich noch nie an Südamerika ;) Von der Jetti gings weiter am Strand, durch die Stadt zu einem Taxi und zur Schwester Febes in den Außenbezirk Swakopmunds. Die Stadt ist nämlich ein Zentrum, welches total touristisch aufgebaut ist und hat eine Art Außenring, in dem die Leute wohnen. Dort haben wir dann 2, 3 Stunden in der Küche verbracht und 3 Kuchen für Febe gebacken. Die 5-jährige Tochter einer dritten Schwester (?) Febes hat dem weißen Jungen fleißig Eier gereicht und das berühmt-gewordene fünfte Ei hat den Kuchen dann perfektioniert ;) Saima meinte, da müssen nur 4 rein, aber Faith (die Tochter) und ich waren ja zum Glück in der Mehrheit ;)
Nachdem wir dann das komplette Chaos in der Küche aufgeräumt hatten, fing auch schon fast das Finale der CL an. Auf der Couch drei Fussball-begeisterte Frauen :) Febe und ich mussten schnell merken, dass die Manchester-Front mit Saima und Febes Schwester uns umzingelt hat. Zum Glück (oder Pech wie sich noch herausstellen sollte) sind wir zur Halbzeit in Richtung Febes Haus gerast (haben dabei sogar - haltet euch fest - einen Nissan an der Kreuzung „versenkt“ (die kirschgrüne Ampel erwähn ich besser nicht ;) )) und kamen pünktlich zur zweiten Halbzeit an *yeah*, um dann zu merken, dass Febe zwar ihr Pay-TV am gleichen Tag bezahlt hat, der Service jedoch die Leitung noch nicht freigeschaltet hat *menno!* Febe hat uns dann per iPhone auf dem Laufenden gehalten, was jedoch angesichts 2er Tore nicht allzu prickelnd war.
Naja ... den Rest des Abends haben wir dann (wieder mit Tschike) durchgequatscht, was auch ganz lustig war „Are u sure about vegetarianism?“ / „Bist du sicher wegen des Fleischs?“. Tschike kam gar nicht damit klar, wie man ohne Fleisch überleben kann. Haha, wenn er wüsste, dass wir in Deutschland auch kein Billtong (getrocknetes Fleisch – DER Snack in Namibia) haben, würde er uns wohl zum Entwicklungsland erklären.

Am Sonntagmorgen ist Tschike dann fix aus dem Haus geschlüpft (um noch fix ein Geschenk für Febe zu kaufen??): „Tsa (mit der Zunge ;)) na man!“
Haha ... da hat euch der Swakopmunder Slang auch schon überrollt. Das hat er mir an dem morgen unter großem Lachen Saimas beigebracht. Benutzt man zum Abschied und um zu fragen, ob alles okay ist. Also immer ;)
Dann haben Saima und ich uns noch etwas die Stadt angeguckt, bevor wir Febe, Faith und die dritte Schwester (deren Namen ich schon wieder vergessen habe, ohje) getroffen haben. Sind dann per Zufall in einen Buchladen. Nach einigem Stöbern fand Febe eine Bibel in Taschenbuchformat – für unschlagbare 20 Nam$, umgerechnet 2 Euro. Mein ganzes Argumentieren, dass sie mich mit so einer günstigen Bibel sicher nicht im Himmel aufnehmen, sondern lachend in die Hülle stürzen, hat nichts geholfen und somit hat Saima mir an diesem Wochenende eine Holy Bible gekauft :) Und da Febe sich auch einen luxuriöseren Platz im Himmel sichern wollte, hat Tschike nun eben solch eine Bibel ;) Praktikum bei der KAS und man kommt mit einer Bibel nach Hause ... ob man bei der Rosa-Luxemburg „Das Kapital“ mitnimmt?
(Naja, Freund Eduard hat sich die über 1000 Seiten zu Gemüte geführt und meinte, dass dort ein paar tolle Geschichten drin stehen. Also warum nicht auch probieren?)

Danach ging es dann wieder zur zweiten Schwester (jaja Namen, ohje), um Febes Geburtstag gehörig zu feiern. Da wurde ein richtiges Festmahl aufgetischt. Danach gabs dann noch jeweils ein Stück von allen drei Kuchen (Marmor-ähnlich, Karotten und Bananen-Kuchen ... klingt eigentlich ganz gesund ...). Und ich kann euch sagen: Der ganze Tisch hat gestöhnt ob dieses riesen Festmahls! :) Haha, das war so lustig :)
Danach sind wir dann zu 5 (plus Faith ;) und voller Kuchen ;)) im Golf 1 zur Dune/Düne 7 in die Nachbarstadt Walvis Bay gefahren. Scheinbar wurden die Golf 1 noch Ewigkeiten in Südafrika gebaut. Die haben die gleichen Armaturen wie ein 8, 9 Jahre alter Skoda Octavia. Die Dune 7 ist eine der Touristen-Attraktionen in Walvis. Ich werd davon noch Bilder hochladen und hoffe das man darauf die Höhe der Düne sieht. Die steht quasi als großer, fast einzelner Hügel in der Wüste und es ist ein ganz schönes Stück dort hoch zu laufen, sinkt man doch mit jedem Schritt in den warmen Sand ein. Aber gut, wer in Windhoek joggen kann, für den ist so eine Düne auf fast Normal-Null ein Kinderspiel ;) Nachdem ich also Saima hochgeschoben habe (hehe, nein ich scherze), hatten wir einen Wahnsinns-Ausblick in die Wüste. Platter Sand soweit das Auge reicht. Oben angekommen hab ich dann auch wieder gemerkt, dass ich Probleme (ANGST!!! ;)) mit Höhen habe, zumal da ein richtig fieser Wind weht. Wie sich herausstellen sollte, war der Wind noch in einer weiteren Hinsicht fies: Meine Kamera stellt sich nicht mehr scharf und meldet ein Problem mit dem Objektiv. Ich hoffe, dass man das irgendwie abbauen kann und reinigen kann ... und, dass das ganze nicht zu viel kostet, denn hier gibt’s wohl schon ähnliche Kameras für 60, 70 Euro. Naja, die Woche mal in den Fachhandel gehen. Zum Glück haben wir im gleichen Gebäude einen Karema-Fachhändler. Und wenn nicht: Vielleicht klappts ja doch mit dem Auslands-Bafög und/oder die vom Stipendium melden sich bald mal ... falls nicht kostet jeder Blick auf meine Bilder ab jetzt 5 Euro, damit ich dem Papa bald eine neue Kamera kaufen kann ;)

Sind dann wieder von der Düne runter und zurück nach Swakop und in Richtung KFC (ja! Es war auch ein Kuchen-, Fast-Food-Wochenende), um Saimas Bruder kurz zu treffen. Danach dann Richtung Febes Haus, verzweifelt versucht die Wüste vor der Wohnung aus den Klamotten zu schütteln, schnell geduscht und dann war das Wochenende auch schon vorbei.

Fazit: Erneut einmalige Erfahrungen. Ich bin so froh, dass alles erleben zu dürfen und Febe, ihre Schwestern, deren Mann, Tschike und Saima haben auf jeden Fall was gut bei mir und meine Tür steht ihnen immer, IMMER, offen. Einfach überwältigende Gastfreundschaft. Du hast sofort das Gefühl, die Leute Ewigkeiten zu kennen und es wird nur gelacht.

Tscha, na man!

Donnerstag, 26. Mai 2011

Die Löwen-Geschichte

Soo...“Jüngster“ meldet sich endlich mal wieder. Endlich mit der Geschichte zu den Bildern unten. Falls nach den langen Pausen überhaupt noch jemand liest (hallo ... echo?).

Am letzten Sonntag bin ich mit einem Kollegen nach Naankuse gefahren. Das liegt 50km vor Windhoek und ist sowas wie ein Wildlife-Reservat. Da werden Tiere aufgenommen, die in Fallen gelaufen sind oder deren Eltern (Mütter) erschossen wurden, weil sie den Farmern zu nahe kamen. Unter anderem Baboons (Affen), Geparden und eben auch Löwen.

Naja und dort kann man Touren machen und „den Tieren beim Fressen“ zuschauen, wie unsere Rezeptionistin lästert ;) Ich wusste auch erst nicht, was ich davon halten soll. Hat sowas von Zoo. Aber gut. Haben die Tour mit den oben aufgezählten Tieren gemacht. Zuerst kamen die Geparden dran. Die sind zahm und haben ziemlich katzenmäßig gemautzt und gebrummt. Sind ziemlich graziöse (wow ich kann doch noch etwas deutsch) Tiere. Die schnellsten Landtiere. Es gibt mehr Leoparden als Geparden. Und die drei, die ihr noch auf Fotos sehen werdet, liefen in eine Grube (Falle) auf einer Farm, wurden 3, 4 Tage lang darin gehalten, weil der Farmer hoffte, dass die Mutter kommt und auch in die Grube fällt (klingt lustig, isses aber nicht). Am Ende war der vierte Gepard (Geschwister) gestorben und der Farmer hat die 3 endlich nach Naankuse gegeben. Dort wurden sie per Flasche aufgezogen und sind deswegen zahm

Danach waren die Baboons an der Reihe. Eine richtig große Menge. Das sah dann wirklich nach Zoo aus. Alle sind Waisen, da beispielsweise die Mütter angeschossen/erschossen wurden, als sie schwanger waren. Die Baboons bleiben ihr Leben lang in Naankuse, da sie im Freien nicht mehr überleben könnten, ständig zu Menschen laufen würden und dann auch abgeknallt würden. Der Guide hat uns dann noch eine Geschichte über Baboons im allgemeinen erzählt. Die leben in Gruppen und schlafen auf Bäumen. Die Weibchen oben und die Männchen unten. Wenn ein Angreifer kommt, verteidigen die Männchen die Gruppe. Und wenn die Gruppe morgens aktiv ist und rumturnt etc. dann kam in der Nacht keiner um. Wurde jedoch ein Gruppenmitglied getötet, dann ist die ganze Gruppe morgens total ruhig, bewegt sich kaum und trauert quasi. Fand ich ziemlich interessant.

Als drittes kamen wir dann zu den Löwen. Auch 3 Stück. 2 Weibchen und ein Männchen. Mehr weiß ich nicht ;) MAN DAS WAR EINDRUCKSVOLL!! :) Die waren alle „100% wild“ (wie der Guide vorher meinte). Das Männchen kam an den Zaun gerannt und wollte uns attackieren. Und glaubt mir, Löwen werden nicht umsonst Könige genannt. Wow. Einfach absoluter Wahnsinn. Ich glaub Löwen bestehen nur aus Muskeln. Du hast echt das Gefühl da steht ein Schwergewichtsboxer vor dir. Da möcht man keine Antilope sein. Es war ein Zaun und ein kleiner Holzzaun einen Meter hinter dem Zaun. Und dennoch bist du automatisch zurückgewichen, wenn der Löwe auf dich zu gerannt kam und geknurrt hat. Der Guide hat auch ein paar Sachen erzählt, die ich jedoch kaum mitbekommen hab. War so fixiert. Mein Kollege war besorgt, dass der Zaun zu niedrig sei. Und der Guide meinte: Ja, manchmal springt der Löwe hoch, wenn er das Fleisch reinwirft. Und dann ist sein Körper zur Hälfte über dem Zaun (der Höhe des Zaunes nach). Der Zaun war über 2 Meter hoch.
Ich kann mich nur wiederholen: Es blieb noch nichtmal Zeit für Gänsehaut, so plötzlich stand der Löwe mit gefletschten Zähnen und brumment wie ein Sportwagen auf Speed vor dir.

Ich kann das nicht in Worte fassen. War auch zu fixiert, um ein Video davon zu machen.
Und: Auch wenn es nur ein Tagesausflug war und die Tour insgesamt nur 1,5h gedauert hat (also das genaue Gegenteil unserer 10-tägigen Tour im Okavango-Delta)... ich kann schon verstehen, warum die Leute sagen: Beim dritten Mal Afrika bleibst du da.

Selbst mein Kollege (Namibier) war total aufgedreht auf dem Rückweg. Hat den Wächter am Tor der Anlage gefragt, ob er schonmal einen Löwen gesehen hat ;) Und er meinte, jetzt müsse er alle der big five (Löwe! (muss am Anfang stehen!), Nashorn, Elefant, Giraffe und Nilpferd) sehen. Ich hab die jetzt alle hinter mir ;) Und beim nächsten mal Afrika gibt’s dann den Löwen in freier Wildbahn mit richtigem Wrooooooaar! Ich glaub dann hab ich alles erlebt, wofür man auf der Erde wandeln kann :) Eisbär fehlt noch hmmmm
Ich schreib mich grad in einen Rausch ;) Kommt nach Afrika (Namibia, Botswana, Kenia). Sowas vergisst man sein Leben nicht mehr und es verändert einen, jedenfalls für eine Zeit.

Arbeit läuft grad auch prima. Schreib an einem weiteren Artikel für die KAS. Ist insgesamt ziemlich spaßig, auch wenn es manchmal frustrierend ist, wenn man nicht weiterkommt oder auf Input warten muss (beispielsweise Interviewtermine oder Dokumente von anderen Institutionen). Diese Woche haben wir ein Interview für den Artikel gemacht. War ziemlich interessant. Naja, grad bin ich etwas ... wie sagt man? Ich sitz zwischen zwei Stühlen? Hmm ist nicht so ganz passend. Ich hab eine Idee und sollte der Chef das erlauben, dann wäre das das i-Tüpfelchen auf einem tollen Praktikum. Naja, ich hab etwas Bammel, dass es nicht klappt und die „vorfreudige“ Hoffnung darauf dann zunichte gemacht ist. Naja ... genug der Geheimniskrämerei. Ich lass euch davon wissen, wenn es klappt und falls nicht ... diejenigen, die es am Ende interessiert, denen erzähl ich es dann lieber persönlich. Hach blöd das hier so zu schreiben. Ich weiß nie, wie viel ich von der Arbeit schreiben darf, da mich der Chef so auf Verschwiegenheit eingeschworen hat ;)

Achja. Heute ist Feiertag. Ich bin zu einer guten Zeit gekommen. Ist schon der dritte glaub ich ;) Und Freitag geht’s für das Wochenende nach Swakopmund an die Küste. Fahr mit einer Freundin (der Rezeptionistin). Sie hat dort eine Freundin und da können wir dann gut unterkommen. Hab mich bei einer Wüsten-Tour angemeldet, Dünen und Getier sehen. Mal schauen, ob ich die beiden anderen auch zu Touristen machen kann. Gibt dort auch ein Aquarium mit Haien :)


Was gibt es sonst noch? Hab ich schon von dem Typ im Blaumann erzählt, der den entgegengesetzten Weg zur Arbeit hat? Treff ihn jeden morgen auf dem Weg zur Arbeit und wir grüßen uns freundlich. Ich weiß nicht, ob das ein Highlight ist, weil ich so lang in Berlin gewohnt hab ... Naja. Ich würde gern mal einen Tag mit ihm tausch en. Gucken wohin er jeden morgen geht. Ob er einen festen Arbeitsplatz hat (hier laufen so viele im Blaumann rum oder werden mit dem Pick-Up für Tagesjobs abgeholt und stehen dann zu 5t oder gar 10t auf der Ladefläche).

Sodann...haltet die Ohren steif. Und passt auf, dass euch kein Löwe über den Weg läuft.

Dienstag, 24. Mai 2011

King of the Jungle :D

Die Geschichte zu den Bildern gibts bald. Und: Mir gehts gut. Mit so einem Löwen werd ich grad noch fertig ;)



Montag, 16. Mai 2011

Wasserkocher als Heizung

Hiho,

vielleicht liest ja die NASA mit und kann mir Tipps geben, wie ich den Wasserkocher zur Heizung umbauen kann ;) Ist ziemlich kalt in den Nächten.

Ich hab lang nichts mehr von mir gegeben. Derzeit ist die Arbeit einfach so anstrengend, dass ich wenig Lust hab mich abends noch hinzusetzen und was zu tippen. Diese Woche beispielsweise schreiben mein Kollege und ich an einem Buchkapitel für eines der KAS-Bücher. Eigentlich unmöglich, dass in einer Woche zu erledigen, wofür die anderen Autoren des Buches einen Monat Zeit haben. Ist ganz lustig: Ich hab die bisher abgegeben Artikel schon etwas „editieren“ dürfen ... okay, vielleicht eher kritisch lesen und Verbesserungsvorschläge machen ;) Ein super Gefühl, sich so produktiv einbringen zu können. Wobei ich auf der anderen Seite immer mehr merke, wie theoretisch wir in der Uni doch ausgebildet werden.

Was gibt’s noch? Ich glaub ich hab durch diese Hunde-Attacke einen leichten Hau weg ;) Wenn ich jetzt joggen gehe, guck ich auf jedes Tor, obs auch wirklich dicht ist. Aber teilweise sind die Leute auch einfach nur krank. Fahren weg und lassen ihr Tor offen. Klar, der Hund reicht ja, warum dann noch ein Tor?? *kopfschüttel*
Alles in allem ist Windhoek echt eine wunderschöne Stadt (und das gilt auch, nach den nächsten Absätzen). Wobei ich glaube, dass ich nicht lange in diesen Häusern mit ihren Elektrozäunen oder Nato-Stacheldraht auf den Mauern leben könnte. Wobei das sicher auch nur Gewöhnungssache ist.

Letztens waren wir in Katutura („der Ort, an dem wir nicht leben möchten" – dorthin wurden in der Apartheids die Schwarzen Stadtbewohner „abgeschoben“, getrenntes Leben und Wohnen quasi), dem Armenviertel Windhoeks. Wollten dort das Banner der Stiftung von einer Partner-NGO abholen und dann hat der Kollege noch sein Auto dort reparieren lassen. Das war mal eine Erfahrung auch in diesen Teil der Stadt mal einzutauchen. Sehr einfache Häuser, aber fest. Ein riesen Gebiet. Und wir waren in der Straße in der die besten Auto-Mechaniker der Stadt auf ihren Höfen arbeiten. Mein Kollege wusste dann auch, dass die kleinen Kneipen (Sheebeens (?)) teilweise von den hohen Parteikadern betrieben werden und quasi als Franchise operieren. Echt verrückt.

Naja ... abends auf dem Weg nach Hause spielte sich dann das verrückteste ab: Mir kam ein nagelneuer Lamborghini entgegen. Das war echt wie in einem schlechten Traum und spielte sich in Zeitlupe ab. Erst sieht man das total einfach Leben und total viele Arbeitslose und dann so ein Auto.
Mein Kollege hat dann erstmal aufgezählt, was hier noch so rumfährt (2 Bentley, Ferrari, ein Jaguar (Sondermodell versteht sich)) ... und die ganzen Autos müssen zum Service nach Südafrika, wo man nicht hinfährt, sondern mit dem Auto im Flugzeug hinfliegt. Irgendwie muss man sein Geld ja „unter die Leute“ bringen.

Passend dazu auch die Aussprüche von Leuten mit (deutschen) Universitäts-Titeln: Die Afrikaner wollen ja teilweise gar nicht arbeiten ... deswegen sieht man hier morgens auch eine Armee an Blaukragen (Blaumann-Tragenden), die sich um die paar Jobs streiten und den Tag in der brütenden Sonne beispielsweise im Garten in Klein-Windhoek schuften. Und selbst, wenn es ein paar Faule gibt: „Die Deutschen“ wollen schließlich auch nicht arbeiten, wenn es um Arbeiten geht, wie Spagel stechen.
Naja ... so Aussagen sind einfach nur frustrierend.

Also dann ... auf an die Arbeit. Zur Belohnung mach ich nächstes Wochenende wahrscheinlich das erste mal den Touristen und fahr auf eine Fütterungstour von Geparden oder Leoparden.

Dienstag, 26. April 2011

Hunde ... ohje ... da war ein Fehler im Artikel

Hallo allerseits!

Tja ... Sport ist Mord?!
Mein Oster-Wochenende war recht entspannt. Habs in Windhoek verbracht. Jeden Tag Laufen gewesen und am Sonntag mit unserer Rezeptionistin (welches Bild entsteht jetzt in euren Köpfen??) in einem Cafe gewesen. Mein Ziel, nicht wieder fast ausschließlich mit Deutschen oder "Ausländern" was zu unternehmen, ist schwieriger als gedacht.

Naja, gestern war ich auch laufen und hatte mein Hunde-Erlebnis. Diesmal war es keine dreibeinige Kreatur der Hölle ;) sondern ein ganz normaler 1,50m Wach-Hund ... der leider abging wie Schmizz Katze ...
Ich lauf ganz normal den Hügel runter, werd von rechts angebellt, denk mir, da kann ja nichts passieren, der ist ja hinter Gittern ... aber denkste! Die hatten noch einen zweiten Hund, der seinem Herrchen grad bei offenem Tor beim Ausladen des Autos zuschauen durfte. Frauchen schaut mir dabei zu, wie ich den Berg runterkomme und verschwendet keinen Gedanken daran, dass da ein Hund neben ihr steht ... und der Hund verschwendet keinen Gedanken daran, NICHT die Zähne gefletscht bellend auf mich los zu stürmen. Dieses mal hab ich NICHT beschleunigt, da mir gesagt wurde, das mache die Viecher noch wilder. Er ist dann 10cm hinter meinen Beinen entlang gestürmt. Hab noch nie so große, spitze Zähne gesehen. Naja: Frauchen hat sich dann doch noch entschieden zu schreien ... vllt war sie nicht gegen sowas versichert. ABER, ein schönes hatte es dann doch: Ihr Mann hat sie angemacht, warum sie nicht besser auf den Hund aufpasse.

Fazit: KATZEN!!

So viel erstmal von mir ... jetzt muss ich etwas arbeiten.

Schöne Grüße, ich hoffe es geht euch allen gut!

Donnerstag, 21. April 2011

Montag, 18. April 2011

Kein Wasser, da zuviel Wasser

Hallo Freunde,

ich dachte ich meld mich mal wieder. Ich merk gar nicht, was hier alles passiert, da es irgendwie schon Alltag geworden ist.

Jetzt am Wochenende hatten wir einen Rohrbruch im Viertel, wohl da es so stark geregnet hat. Als Folge hatte ich an 2 Tagen mit Unterbrechungen kein Wasser. Und natürlich passierte auch der Klassiker: Man steht unter der Dusche und seift sich ein, will das Wasser wieder anmachen, doch der Hahn spuckt nur kalte Luft aus. Nach 3 Minuten kam dann Wasser, jedoch stark versandet. Prima...noch mal duschen ;)

Letzte Woche war ich bei einer DVD-Vorstellung eines namibischen Films. Das war richtig richtig lustig, obwohl man manchmal nicht wusste, ob man jetzt überhaupt lachen darf, oder die Kultur verletzt. Es ging um einen Mann aus Windhoek, bei dem Krebs diagnostiziert wurde und der mit seiner Frau seinen Bruder auf dem Dorf besucht, welches er 21 Jahre nicht mehr besucht hat. Ziemlich lustige Szenen über das Aufeinandertreffen der „Kulturen“ und genialer Austausch von Vorurteilen :D

Eigentlich wollten wir am Wochenende auch mal rausfahren, um Leoparden und Geparden beim Futtern zu zu schauen (Fütterungstour), aber das war ausgebucht. Schade eigentlich, aber gut, ich hatte eh ein schlechtes Gefühl dabei ... ist so unnatürlich und hat was von Zoo.

Nachdem ich am Samstag morgen schon im Büro war, um mein dort vergessenes Handy zu holen, bin ich dann am Sonntag noch mal hingegangen, da die Internetverbindung dort einfach besser und günstiger ist. Also ein etwas seltsames Wochenende. Aber gut ... so what. Alles in allem hab ich grad eh den etwas laxen (laschen?) Eindruck, dass ich in Zukunft eh noch mal hier unten bin, also muss ich auch nicht jedes Wochenende rumfahren. Bevor ihr jetzt denkt, dass ich nicht reisen werde: das stimmt sicher nicht. Da wär ich ja blöd ;) Aber ich ärger mich auch nicht so sehr über so ein Wochenende. Zumal die Arbeit echt Spaß macht, aber dazu gleich.

Letzte Woche habe ich auch mein erstes „DDR-Kind“ kennen gelernt. Das sind hier Namibier, die damals in die DDR geschickt wurden, als zukünftige politische und wirtschaftliche Elite. Nach dem Mauerfall kamen sie dann teilweise überstürzt zurück. Naja und jetzt zocken sie teilweise (!) die Touristen ab. Haben eine ganz clevere Masche: Sie behaupten, dass sie ein Museum eröffnen wollen und gehen mit Namenslisten rum und suchen nach „Spenden“ dafür. Naja, der gleiche typ hat mich dann Samstag wieder angequatscht, genauso nett, aber diesmal hatte er seine „Spendenunterlagen“ dabei ... als ich ihm nichts geben wollte, war dann auch ganz schnell aus mit der Freundschaft ;)

Naja, dann bin ich im Regen nach Hause und wurde von meinem sicheren Taxifahrer aufgegabelt und er hat mich für lau mitgenommen. Das war eine recht erfreuliche Erfahrung.

Was noch? Hmm es hat hier die letzten Tage total geregnet (haha, alles wiederholt sich). Siehe Video unten. Total unüblich und im Norden gibt es echt Sintfluten. Weiß gar nicht, ob man davon in Deutschland was hört, aber hier werden wohl tausende obdachlos (und noch Ärmer) und es gab wohl schon Todesopfer. Wo ichs gerade schreibe: es blitzt und donnert.

Im Büro läufts soweit auch ganz gut. Super nette Atmosphäre, toller Austausch zwischen den Kollegen und natürlich in den Pausen ;) Mein Englisch wird auch immer besser (vor allem auf englisch zu scherzen, also dieses ich-kann-sofort-sprechen ist cool und macht Mut)... mein deutsch immer schlechter ;) Ist total ungewohnt an 3 Projekten quasi gleichzeitig zu arbeiten ... wie schön doch das Studentenleben an der FU war ;) Und um 16 Uhr fragt man sich dann meistens, warum es nicht schon 19 Uhr ist. Ich geh immer total platt nach Hause, deswegen schreib ich auch so wenig Blog und melde mich so wenig. Entschuldigt! Naja und etwas schade ist es manchmal, dass die Aufgaben so langfristig sind und man sie erst in 1, 2 Wochen fertig stellt und dann erst feedback bekommt. Jaja, der Mensch ist doch ein erdnussgeiles Wesen ;) Gerade zum Beispiel schreiben Dennis (der local Mitarbeiter) und ich an einem Beitrag für ein Buch über die Außenbeziehungen Namibias zur AU. Echt eine tolle Zusammenarbeit, da er die rechtlichen Grundlagen/Fähigkeiten und ich die politischen mitbringe.

Also dann ... mehr fällt mir grad auch nicht ein. Drückt mir die Daumen, dass die Wasserleitungen halten.

Ich hoffe euch (dir, lieber einziger „regelmäßiger Leser“ (haha, blogger hat neue features eingeführt. Muss noch rausfinden, wer mein Verehrer ist :D )) geht’s auch allen guten.

Bis demnächst

Regen...

Damit ihr mir den Beitrag der heute abend oder morgen früh kommt, auch glaubt ;) (Eigentlich sollten hier Bilder erscheinen.)









Und mein Zimmer, ein erster Snapschuss:



Und Regen:

video

Donnerstag, 14. April 2011

Bilder II




Bilder

Mein Weg zur Arbeit und 3 mal aus dem Büro (11. Stock) auf Windhoek.







Montag, 11. April 2011

Windhoek!

Hallo,

so nun endlich mein erster Blogeintrag. Hab zuhause noch kein Internet und auf der Arbeit enorm viel zu tun.

Ich fang mal ganz vorne an. Oder versuch es ;)

Gleich der erste Tag kam mir vor wie eine Woche. Nachdem ich am Montag um 5:10 (euer 6:10, die haben hier das Wochenende vor Montag die Uhren umgestellt) am Flughafen gelandet bin und ein erstes kleines Problem mit der Ankunftsbestätigung erledigt hatte, gings dann ca 30 Minuten durch Schlaglöcher und über tausend Hügel nach Windhoek. Hier hats die letzten Monate richtig geregnet. Normalerweise haben die 300mm Niederschlag im Jahr und jetzt schon 1000. Insgesamt sind die Straßen hier jedoch sehr gut ausgebaut und im Gegensatz zu Botswana hab ich auch noch keine Kühe, Ziegen oder Affen auf den Straßen gesehen.

Die ersten beiden Nächte konnte ich bei einer deutsch-namibischen Familie übernachten, die ich über einen Kontakt in Deutschland kennenlernen durfte (vielen Dank nochmal!!). Da hab ich auch sofort wieder die kleinen Echsen gesehen, die so einen Wahnsinnsspeed draufhaben. Man sieht sie unbewusst, schweift noch kurz weiter mit dem Blick, schweift zurück und schon sind sie weg (kann man nicht beschreiben, kommt halt her und guckt selber ;)).
Dann habe ich eine Nacht im Backpackers Unite geschlafen. Eine Übernachtungsmöglichkeit für Rucksacktouristen. Bevor ich dann recht kurzfristig ein Zimmer in Klein Windhoek gefunden habe.

Das Umziehen am Mittwoch (?) war recht lustig, da ich mir erst das Zimmer angeguckt habe, dann zum Backpackers bin, meine Sachen abholen, dann zurück zum Vermieter und wieder zurück zur Arbeit. Da war ich dann auch mal fix 20 Euro fürs Taxi los. Hier gibt’s zwei Arten von Taxis: Nummerntaxis und „Unternehmertaxis“. Erstere sind Selbstständige, die für 1, 2 Euro (8-20 Nam Dollar) durch die Gegend fahren. Die anderen kosten 50 Nam$ die Fahrt, was ca 6, 7 Euro sind. Die sind wohl sicherer. Aber dieses „sicherer“ wird hier eventuell auch übertrieben. Naja, ich leb jetzt in einer Sackgasse und am Anfang der Straße wohnt der (ehemalige ?) Premierminister, der gut bewacht wird ... also, selbst wenn das nicht übertrieben ist: keine Sorgen machen ;)
Ich hab den Taxifahrer dann natürlich sofort nach seiner Meinung zur Politik ausgefragt, woraufhin er meinte, dass er ungern mit Fremden darüber rede. Schließlich hat er mir doch erzählt, dass er Mitglied einer/der größten Oppositionspartei ist. Schon heftig ...

Ich werd auch noch Fotos vom Zimmer machen...falls ich mich aufraffen kann, es aufzuräumen.

Der Vermieter ist etwas schrullig. Er hat mich in seinem Jeep etwas durchs Viertel gefahren und an jedem Bankautomaten angehalten und mir lang und breit erklärt, warum der nicht sicher ist ... oder wo man gut Fleisch essen könne ... Auch hat er zum Beispiel eine Inventarliste auf der jeder Löffel und jeder Stuhl (sogar das Bett!!) verzeichnet ist. Mal schauen, ob auch der Kühlschrank drauf steht, sonst nehm ich den einfach mit. Er ist auch ein Deutsch-Namibier. Von denen wimmelt es hier eh.
Aber: Kana – die mir das Zimmer vermittelt hat – arbeitet bei der UN und meinte, sie würd mich wohl gern in den verrückten Kreis der Internationals einführen.

Es gibt hier auch ein Goethe Zentrum, ganz nah bei uns an der Arbeit. Dort kann man zu Mittag essen und es gibt auch einen deutschen Tisch mit Praktikanten wohl hauptsächlich. Die haben uns ganz schön blöd angeguckt, als wir uns am Donnerstag nicht zu ihnen gesetzt haben.

Ich lauf hier jeden Arbeitstag mit Stoffhose und Hemd rum ... hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell daran gewöhne. Und als Delia – die zweite Praktikantin – gehört hat, dass ich eigentlich der Jeans und T-Shirt Typ bin, meinte sie schon, dass sie sich das gar nicht vorstellen könne. Also Mama: Es gibt noch Hoffnung für deinen Sohn ;)

Grad war ich das erste mal laufen hier. Und ich kann euch sagen: Nicht zu empfehlen ;). Ich weiß nicht, ob es die Hitze, die Hügel oder die Tatsache ist, dass Windhoek über 1000m über NN liegt. Ich werd also topfit zurückkommen :) Dennis (einer der drei local Mitarbeiter der Stiftung) meinte schon, dass Klein Windhoek schon etwas posh sei ... jetzt weiß ich, was er meinte. Es könnte genauso luxury hill (Luxushügel) heißen, wie der andere Stadtteil. Hier stehen Häuser an den Hügeln, da haben sich die Architekten echt ausgetobt. Ich werd nachher vielleicht mal Fotos machen. Man sieht also schon, dass Namibia das Land ist, in dem das Einkommen am ungleichesten verteilt ist.

Arbeit

Ich bin dann sofort am ersten Tag zur Arbeit, eigentlich nur, um mich vorzustellen und alles weitere abzuklären. Doch dann gabs sofort einen „Job für einen Politikwissenschaftler“ (wie der Chef meinte). Haben dann sofort zu 3t eine Presseerklärung durchgesprochen, für die ich die nächsten beiden Tage recherchiert habe. Am Freitag durfte ich dann an der Pressekonferenz teilnehmen, was sehr lustig war, da ich so tun musste, als wäre ich Pressevertreter („I am with an internet blog“ ... Ich schreib für einen Internetblog ... aus Dänemark ;)).

Ich hab die Woche auch schon ein paar Politiker der Opposition kennengelernt und gestern war ich bei einem Workshop, der eine gemeinsame Erklärung der Opposition zum Thema Wahlrechtsreform ausarbeiten sollte. Da wird’s jedoch noch Folgetreffen geben. Jedenfalls war das sehr interessant zu sehen, ob die Opposition weiß, über welche Lücken im Gesetz die Regierungspartei Wahlen manipulieren kann.

Am Mittwochabend habe ich so lange gearbeitet, dass die Geschäfte schon zu hatten (um 19 Uhr leider, aber dafür Sonntags wohl geöffnet). Mein Chef hat mich dann nach Hause gebracht und wir sind vorher noch bei Nando's rein und ich hab mir was zu essen geholt. Er fährt einen Toyota Landcruiser – so ein Teil mit dem man überall hin- und durchkommt – und meinte, dass Teil hätte nur so viel gekostet, wie ein Golf in Deutschland. Noch ein Grund hierher zu ziehen :) Und bevor sich jetzt jemand in D beschwert: Was kostet wohl ein Audi A5 oder R8? ;)

Ich lauf jetzt morgens zur Arbeit. Das sind ca 2, 2,5 km. Ist gutes Training bei den ganzen Hügeln.
Unser Büro ist in einem Hochhaus im 11ten Stockwerk und von dort oben hat man echt einen genialen Überblick über die Stadt.

Insgesamt gefällt mir die Arbeit viel besser, als in Botswana. Ich bin viel näher am Geschehen und hab schon mehr „Erfahrungen“ gemacht, als es mir 10 wissenschaftliche Artikel nahebringen könnten (allerdings wird mein Deutsch auch immer schlechter ;)). Ich hoffe es stört euch nicht, dass ich soviel von der Arbeit schreibe. Ich werd versuchen, dass immer zweigeteilt zu machen.
Am Mittwoch hab ich auch den Parlamentschef kennengelernt und die nächste Zeit werd ich wohl auch mal was für ihn machen. Jedoch wärs mir weitaus lieber, in der Stiftung zu bleiben, wie es die erste Woche jetzt war.


Es macht grad richtig Spaß hier. Die Arbeit ist gut und ich hab zum ersten mal das Gefühl, dass mein Studium was gebracht hat. Einziger Wehrmutstropfen, dass ich noch keinen Internetzugang hab und das wohl recht teuer wird. Und ich (grad da ich es schreib (Sonntag)) nicht weiß, wie der FCK gespielt hat ;)

Ich hoffe es geht euch allen gut!! Ich werd jetzt mal zum Einkauftszentrum und schauen, obs die Allgemeine Zeitung mit deutschen Fussballergebnissen ;) (die 20.000 Deutschen hier haben ihre eigene Zeitung ... ein Käseblatt vor dem Herrn) auch am Sonntag gibt.

Samstag, 2. April 2011

restart

soo, morgen gehts nach namibia. also lass ich diesen blog wieder aufleben.
drückt mir die daumen, dass die maschine pünktlich abheben kann (siehe "Air Namibia’s wings temporarily clipped": http://www.namibian.com.na/index.php?id=28&tx_ttnews[tt_news]=79634&no_cache=1)